Vom Screening zur strategischen Steuerung und vom aufsichtlichen Dornröschenschlaf zu stärkerer Beobachtung
Die Steuerung naturbezogener Risiken erfährt einen Perspektivwechsel unter Banken: weg von pauschalen sektor- und länderweiten Durchschnittswerten hin zu individuellen Echtdaten, um die Multidimensionalität von Biodiversität und Ökosystemleistungen mit Hilfe von Standort- und Lieferkettenanalysen angemessen abzubilden. Die wirtschaftliche Notwendigkeit und die wichtige Rolle des Naturfaktors Wasser hierbei zeigte sich zuletzt wieder prononciert anhand der negativen wirtschaftlichen Folgen des Niedrigwassers während der Hitzewellen im Sommer 2026. Diese Notwendigkeit spiegelt sich aber auch in Aufsichtserwartungen und Fachstandards wider, welche sich mittlerweile signifikant weiterentwickelt haben. Die finalen EBA-Leitlinien zum Management von ESG-Risiken und zu Umwelt-Szenarioanalysen z.B. verpflichten große Institute unter anderem zu sektor-, lieferketten- und standortbasierten Materialitätsanalysen, Szenarioanalysen sowie zu robusten Datenprozessen – inklusive Integration in Risikoappetit und ICAAP – sowie zur Erarbeitung von Transitionsplänen mit einem Zeithorizont von mindestens zehn Jahren [Vgl. EBA 2025a und 2025b]. Welche Vorgehensweise Aufsichtsbehörden bei der Begutachtung relevanter Risikomanagementprozesse voraussichtlich ins Auge fassen werden, wird ausführlich im sogenannten Nature Package des Network for Greening the Financial System (NGFS 2026a-c) erläutert. Insbesondere die Qualität der zugrunde liegenden Daten und Bewertungsmethoden ist damit sowohl unter bankbetrieblicher als auch unter aufsichtlicher Perspektive entscheidend für eine sachgerechte Integration in diese Risikoprozesse.
1. Naturrisiken als erweiterte Risikoperspektive und unter zunehmender Beobachtung durch die Aufsicht
Physische Naturrisiken entstehen, wenn Unternehmen von Ökosystemleistungen abhängig sind und diese nicht mehr in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen. So kann beispielsweise Wasserknappheit bei einer Halbleiterfabrik zu Produktionsunterbrechungen und steigenden Kosten führen. Transitorische Naturrisiken entstehen dagegen durch regulatorische und gesellschaftliche Veränderungen. So können beispielsweise neue Schutzvorgaben die Ausweitung landwirtschaftlicher Flächen begrenzen oder bestehende Nutzungen einschränken.
Die Anzahl der Veröffentlichungen zu Naturrisiken nimmt kontinuierlich zu, auch seitens der Aufsicht. Diese spricht in diesem Zusammenhang von „Nature-related Financial Risks“ (NRFR) und versteht darunter eine Vielzahl unterschiedlicher Risikofaktoren, darunter auch wasserbezogene Risiken. Gerade zu letzterem hat z.B. die Deutsche Bundesbank in der näheren Vergangenheit verschiedene Studien veröffentlicht (vgl. DEUTSCHE BUNDESBANK (2026:42f.)). Ganz generell schenken Zentralbanken der Frage verstärkte Aufmerksamkeit, welche durch Banken finanzierten Wirtschaftssektoren erhöhten NRFR ausgesetzt sein könnten, da die jeweiligen Geschäftsmodelle im Kreditportfolio von bestimmten Ökosystemdienstleistungen abhängig sind und zugleich negative Auswirkungen auf diese haben (siehe z. B. EZB (2025)).
Auch die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) fordert in ihrem Rundschreiben vom Januar 2026 zum Umgang mit natur- und klimabezogenen Finanzrisiken u.a. deren stärkere Integration in Governance, Risikomanagement und Offenlegung (vgl. FINMA 2026). Das NGFS weist dabei darauf hin, dass Aufseher zunächst ein informiertes Verständnis, klare Erwartungen, Dialogformate mit Instituten und geeignete Aufsichtsinstrumente entwickeln sollten, bevor sie zu Forderungen nach stärker quantitativen Maßnahmen wie Stresstests oder Kapitalanforderungen übergehen (NGFS 2026a:26-32). Dies legt die Vermutung nahe, dass Naturrisiken unter aufsichtlicher Perspektive zunächst unter Säule 2 eine stärkere Rolle spielen werden.
In der EZB-Aufsicht sind Naturrisiken in der Säule-2-Aufsicht bereits angekommen. In ihren Aufsichtsprioritäten für den Zeitraum 2026-28 betont sie, dass Banken kurz-, mittel- und langfristige Risiken aus Klima- und Naturkrisen wirksam bewerten und managen müssen (EZB 2025a:8). Zur Überprüfung dieser Anforderungen sind dabei folgende Aktivitäten geplant:
- Follow-ups zu früheren Reviews und Stresstests
- ein Thematic Review zur Transitionsplanung
- Deep Dives zu physischen Risiken, und
- gezielte Vor-Ort-Prüfungen zum Klima- und Naturrisikomanagement (EZB 2025a:9-10).
Parallel zu ihren Anforderungen hat die EZB im Mai 2026 in ihrem Good-Practice-Papier zum Umgang mit NRFR erste Orientierungshilfen zum Management von Naturrisiken zur Verfügung gestellt (EZB 2026).
Während Klimarisiken häufig über CO₂-Äquivalente und Temperaturpfade operationalisiert werden können (und damit auch die Anwendung von „Alignment Tools“ erleichtern), gibt es für Natur und Biodiversität keine vergleichbare Einheitsmetrik. Das NGFS betont in diesem Zusammenhang die Komplexität von Ökosystemen, die Notwendigkeit multipler Metriken, die begrenzte Substituierbarkeit von Natur und das „local-global trade-off“ (Natur-Risiken müssen lokal granular erfasst werden, können aber etwa globale makrofinanzielle Auswirkungen entfalten) (NGFS 2023:20-28). Standortdaten, Lieferketteninformationen und Aggregationstools werden deshalb wichtiger als bei vielen klassischen Risikoanalysen. Das spielt auch eine wichtige Rolle bei von der Aufsicht bereits jetzt (zumindest für große Institute) geforderten „CRD- bzw. ESG-Risikoplänen“ (Transitionspläne unter reiner Outside-In-Perspektive), die (zumindest perspektivisch) auch Naturrisiken (über Klimafaktoren hinaus) beinhalten müssen.
Die Einbindung von naturbezogenen Risiken in Transitionspläne steht dabei allerdings – auch in der Industrie – laut WWF (2026b:10f.) noch ziemlich am Anfang, auch wenn die Taskforce on Nature-related Financial Disclosures (TNDF) bereits ein erstes Orientierungspapier veröffentlicht hat, um aufzuzeigen wie Organisationen Naturthemen in ihre Transitionspläne einarbeiten können (TNFD (2025b). Gleichzeitig betont eine WWF-Studie aus Dezember 2025, dass zentrale Risikotreiber wie Entwaldung, Wasserknappheit und Meeresverschmutzung auch in der Finanzregulierung bislang nur unzureichend berücksichtigt werden, obwohl ihnen wachsende systemische Relevanz zukommt (vgl. WWF 2025). Beide Veröffentlichungen unterstreichen die zunehmende Bedeutung einer konsistenten Integration von Naturrisiken in den Finanzsektor.
Auch wenn von in der Breite erfolgreich eingeführten Naturtransitionsplänen noch nicht die Rede sein kann, wäre es für die Aufsicht dabei durchaus bereits möglich Prüfungshandlungen durchzuführen. Zumindest, inwieweit Institute Gapanalysen durchgeführt haben um zu identifizieren, mit welchen Herausforderungen sie diesbezüglich zu kämpfen hätten und wie man diese bewältigen könnte. Beispiele dafür, wie Institute in diesem Zusammenhang mit der sich stellenden Datenproblematik umgehen könnten, liefert der nachfolgende Abschnitt.
2. Von generischen Sektor-Screenings über Standort- und Lieferketten-Analysen bis hin zur Transitionsplanung: Individuelle Echtdaten ergänzen etablierte Datenquellen
Ein Blick in den Markt zeigt, dass fast alle Institute ENCORE als Ausgangspunkt für sektorale Analysen nutzen [Vgl. ENCORE 2025]. Für Lieferkettenanalysen gibt es verschiedene Input-Output-Tabellen, welche Zulieferbeziehungen modellieren. Einige Banken nutzen dafür beispielsweise EXIOBASE [Vgl. EXIOBASE Consortium 2026] – kombiniert mit einer sektoralen und einer regionalen Bewertungskomponente. Die Bedeutung vorgelagerter Wertschöpfungsketten wird auch durch die oben bereits erwähnten Analysen der EZB unterstrichen, wonach rund die Hälfte der naturbezogenen Risiken im Euroraum über internationale Lieferketten übertragen wird [vgl. EZB 2025]. Besonders relevant sind Zulieferer dann, wenn sie wesentlich zur Wertschöpfung beitragen und zugleich Sektoren und/ oder Regionen mit erhöhten Naturrisiken zugeordnet sind.
So kann ein Lebensmittelhersteller in Deutschland auf Basis seiner eigenen Produktionsstandorte zunächst als wenig exponiert gegenüber Naturrisiken erscheinen. Werden jedoch die vorgelagerten Lieferketten berücksichtigt, können Abhängigkeiten von Rohstoffen aus tropischen Regenwaldregionen oder anderen biodiversitätssensiblen Gebieten sichtbar werden. Auch Regulierungen wie die EU-Entwaldungsverordnung oder neue Naturschutzmaßnahmen zur Erfüllung der COP15 Ziele bis 2030 [vgl. CBD 2022] können zu wesentlichen transitorischen Risiken hinsichtlich Rohstoffverfügbarkeit, Kosten und Lieferkettenstabilität führen.
Für naturbezogene Standortanalysen stehen kommerzielle Lösungen wie beispielsweise IBAT oder der WWF Biodiversity Risk Filter zur Verfügung [Vgl. IBAT 2025; WWF 2026]. In der Praxis bestehen jedoch häufig Herausforderungen in Bezug auf Datenschutz, -abdeckung und -aktualität. Alternativ besteht die Möglichkeit, eigene Standortanalysen auf Basis frei verfügbarer Datenquellen zu entwickeln. Dabei werden Adressinformationen in Geokoordinaten überführt, risikotreiberspezifischen Belastungskarten zugeordnet und via fundierter Schwellenwerte in eine angemessene Risikoskala transformiert.
Eine ganzheitliche Risikobewertung erfordert die Verknüpfung von Standort-, Sektor- und Lieferketteninformationen. Bei transitorischen Risiken sind darüber hinaus nationale regulatorische Rahmenbedingungen von zentraler Bedeutung. So verfolgt Deutschland beispielsweise ambitionierte Ziele zur Eindämmung der Flächennutzungen und zum Schutz ökologisch wertvoller Regionen. Dadurch entsteht ein reales Risiko durch hohe Flächennutzung. Abbildung 1 illustriert die Berechnung eines solchen transitorischen Landnutzungsrisikos am Beispiel verschiedener Kund:innen und zeigt insbesondere, wie sich Sektor-Scores (links) verändern, wenn man zusätzlich das Standortrisiko (Mitte) bzw. das Standort- und Lieferkettenrisiko berücksichtigt (rechts). Für die Berechnung des kombinierten Scores aus Sektor und Standort (Mitte) wurde der Mittelwert verwendet. Die Scores für Sektor, Standort und Lieferkette (rechts) ergeben sich aus Addition des Sektor-Standort-Scores (Mitte) und dem zusätzlichen Lieferketten-Score (Letzterer wird nicht separat in der Grafik ausgewiesen und liegt üblicherweise zwischen Werten von 0-3):

Abbildung 1: Exemplarische Berechnung eines potenziellen transitorischen Risikos durch Landnutzung für verschiedene Unternehmen entlang der Wirtschaftstätigkeit (links), der Wirtschaftstätigkeit kombiniert mit dem Standort (Mitte) und der Wirtschaftstätigkeit kombiniert mit dem Standort und der vorgelagerten Lieferkette (rechts).
Abbildung 1 veranschaulicht, dass das transitorische Landnutzungsrisiko insbesondere bei Kund:innen erhöht ist, deren Geschäftstätigkeit und Standort gleichermaßen von potenziellen politischen Einschränkungen betroffen sind. Dies gilt beispielsweise für flächenintensive Unternehmen in ökologisch sensiblen oder besonders schützenswerten Regionen (z.B. Rapsanbau im Harz). Zusätzlich erhöhen naturbezogene Risiken entlang der Lieferkette die Betroffenheit eines Unternehmens, wobei das Ausmaß dieser Risiken je nach Geschäftsmodell deutlich variiert. So ist eine Rinder- oder Milchkuhfarm laufend in hohem Maße von Futtermittellieferungen abhängig, die ihrerseits naturbezogenen Risiken und potenziellen regulatorischen Anforderungen im Agrarsektor unterliegen. Der Anbau von Raps weist demgegenüber in der Regel eine deutlich geringere Abhängigkeit von vorgelagerten Lieferketten und damit auch ein deutlich geringeres Lieferkettenrisiko auf.
Aufbauend auf der Analyse regulatorischer Entwicklungen können Banken naturbezogene Transitionspläne entwickeln. Hierfür werden im besten Fall Kund:innen-Echtdaten genutzt, um konkrete strategische Ziele und Steuerungsmaßnahmen für das Kreditportfolio abzuleiten [vgl. TNFD 2023; TNFD 2025a]. Beispielweise könnte eine Bank von ihren Kund:innen die Kennzahl „finanzierte Fläche in Naturschutzgebieten“ abfragen und das Ziel verfolgen, diese Exposition bis 2030 schrittweise zu reduzieren. Dadurch werden politische Naturschutzziele – etwa das globale 30×30-Ziel oder das Ziel der deutschen Biodiversitätsstrategie, 10 % der Landesfläche unter strengen Schutz zu stellen – in konkrete Steuerungsgrößen für das Kreditportfolio übersetzt. Transitionspläne leisten damit nicht nur einen Beitrag zur Begrenzung finanzieller Risiken, sondern auch zum Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen, von denen Unternehmen, Gesellschaft und Wirtschaft abhängig sind.
Fazit
Naturrisikomanagement entwickelt sich von einer überwiegend sektorbasierten Screening-Logik zu einem mehrdimensionalen Steuerungsansatz. Die im Artikel dargestellten Beispiele verdeutlichen, dass naturbezogene Risiken erst durch das Zusammenspiel von Sektor-, Standort-, Lieferketten- und regulatorischen Informationen sichtbar werden. So kann Entwaldung in Brasilien für einen deutschen Lebensmittelhersteller relevant sein, obwohl sein eigener Standort kaum erhöhten Naturrisiken ausgesetzt ist. Erst eine solche differenzierte Betrachtung ermöglicht eine belastbare Bewertung naturbezogener Risiken. Perspektivisch wird zudem die Erhebung von Echtdaten auf Kund:innen-Ebene – beispielsweise zu Flächennutzung, Ressourcenverbrauch oder Wasserentnahmen – unverzichtbar, da sich naturbezogene Risiken und Transitionsfähigkeiten zwischen Unternehmen erheblich unterscheiden können. Während einige Unternehmen bereits fortgeschrittene Transitionspläne und wirksame Naturschutzmaßnahmen umgesetzt haben, stehen andere noch am Anfang dieses Prozesses. Kundenspezifische Echtdaten schaffen somit die Grundlage, Risiken differenziert zu bewerten und daraus zielgerichtete Maßnahmen sowie konkrete Steuerungsgrößen für das Kreditportfolio abzuleiten.
Unter aufsichtlicher Perspektive ist damit zu rechnen, dass Naturrisiken bereits in naher Zukunft eine wichtigere Rolle spielen werden als bislang. So erwägt die BaFin gemäß der von ihr 2026 veröffentlichten „Risiken im Fokus“ (BaFin 2026), das im Dezember 2019 veröffentliche Merkblatt zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken zu aktualisieren. In einem solchen Fall wäre zu erwarten, dass die neue Version dieses Merkblatts Naturrisiken aus einer Finanzstabilitätsperspektive künftig eine deutlich wichtigere Rolle einräumt als bislang. Darauf deuten insbesondere die neue Dimension der Waldbrände in Frankreich sowie die erheblichen wirtschaftlichen Folgen des Niedrigwassers, insbesondere in Ungarn und Rumänien, aber auch in Deutschland hin. Auch die oben bereits dargestellte diesbezügliche Vorgehensweise der EZB deutet in diese Richtung.
In jedem Fall darf man sich seitens der Kreditinstitute (allerspätestens mit der Veröffentlichung des FINMA-Rundschreibens Anfang 2026) nicht mehr der Illusion hingeben, die Aufsicht nähme sich noch (mindestens) drei bis vier Jahre Zeit, bis das Thema Naturrisiken auch im SREP und bei bankgeschäftlichen Prüfungen auf der Agenda stehen wird.
Quellenverzeichnis
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin): Risiken im Fokus 2026, Bonn/Frankfurt a.M., Januar 2026.
Convention on Biological Diversity (CBD): Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework,Montreal, 2022.
Deutsche Bundesbank: Nachhaltigkeitsrisiken in der Bankenaufsicht, in: Monatsbericht April 2026, 78. Jahrgang, Nr. 4, S. 31-72.
Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA): Natur- und klimabezogene Finanzrisiken – Aufsichtsmitteilung, Bern, 2026.
European Banking Authority (EBA) (2025a): Guidelines on the management of ESG risks, Paris 2025
European Banking Authority (EBA) (EBA 2025b): Guidelines on environmental scenario analysis, Paris 2025.
Europäische Zentralbank (EZB) (2026): Good Practices for Climate and Nature Risk Management. Observations from the ECB’s five-year climate and nature risk programme (2020-25), Frankfurt am Main, Mai 2026.
Europäische Zentralbank (EZB) (2025a): ECB Banking Supervision: Supervisory Priorities 2026–28, Frankfurt am Main, 2025.
Europäische Zentralbank (EZB) (2025b): Nature at risk: Implications for the euro area economy and financial stability, Occasional Paper Series, Frankfurt am Main, 2025.
EXIOBASE Consortium: EXIOBASE 3.10.1 – Global Multi-Regional Environmentally Extended Input-Output Database, Zenodo, Trondheim 2026
IBAT Alliance: Integrated Biodiversity Assessment Tool (IBAT), 2026
Natural Capital Finance Alliance (NCFA) & UNEP-WCMC: ENCORE – Exploring Natural Capital Opportunities, Risks and Exposure, 2025.
Network for Greening the Financial System (NGFS) (2026a): Note on the Supervision of Nature-Related Financial Risks, 2026.
Network for Greening the Financial System (NGFS) (2026b): Summary Note on the Improvement of Modelling Tools for Nature-related Financial Risk Scenarios, 2026.
Network for Greening the Financial System (NGFS) (2026c): Navigating Nature-Related Data: Metrics, Sources and Uses, 2026.
Network for Greening the Financial System (NGFS) (2023): Recommendations toward the Development of Scenarios for Assessing Nature-Related Economic and Financial Risks, 2023.
Taskforce on Nature-related Financial Disclosures (TNFD) (2025a): Additional guidance for financial institutions, London 2025
Taskforce on Nature-related Financial Disclosures (TNFD) (2025b): Guidance on nature in transition plans, London 2025.
Taskforce on Nature-related Financial Disclosures (TNFD) (2023): Recommendations of the Taskforce on Nature-related Financial Disclosures, London 2023
World Wide Fund for Nature (WWF) (2026a): Biodiversity Risk Filter – Methodology Documentation, Gland 2026
World Wide Fund for Nature (WWF) (2026b): Enabling and Scaling Nature in Transition Planning and a proposal for a network to harness opportunities, Gland 2026
World Wide Fund for Nature (WWF): Nature in Financial Regulation – Closing the Gap, Gland 2025